Josef Brustmann mit dem Kabarettprogramm Fuchstreff im Kultur+Kongress Forum Altötting

Josef Brustmann

Fuchs-Treff: Nix für Hasenfüsse

Josef Brustmann mit dem Programm Fuchstreff im Kultur+Kongress Forum Altötting

Fuchs-Treff: Nix für Hasenfüsse

Josef Brustmann

Josef Brustmann mit dem Kabarettprogramm Fuchstreff: Nix für Hasenfüsse im Kultur+Kongress Forum Altötting

Josef Brustmann

Fuchs-Treff: Nix für Hasenfüsse

Ideen, wenn die Seele baumelt

Der sympathische Bayer lebt in Icking am Starnberger See und ähnelt in seiner Art ein wenig dem großen Karl Valentin. Mit seinem Talent, Situationen auf seine ganz besondere Weise zu erfassen und sie neu zu interpretieren hat er im letzten Jahr den Deutschen Kabarettpreis erhalten.

„Erst neulich“, erzählt der 1954 geborene Musiker, „bin ich auf einen Berg hinaufgefahren und habe dort einen Jungen getroffen.“ Neugierig, wie der Josef nun mal ist, wollte er mit dem Burschen ins Gespräch kommen. Der Lausbub erzählte dem redseligen Gesprächspartner nüchtern: „Ich heiße Sepp. Mein Papa heißt Sepp und mein Opa auch. Mein Opa war Zimmerer, mein Papa ist Zimmerer und ich werde das auch. Dann brauchen wir nicht einmal ein neues Firmenschild.“ Diese trockene bayerische Art liebt der Kabarettist.

Durchs Leben flanieren

Weil Brustmann „durchs Leben flaniert“, stolpert er immer wieder über derlei Geschichten. Am besten kann er diese zu einem großen Ganzen zusammenfügen, wenn er nichts tut. „Wenn ich so richtig faul bin, dann kommen mir die besten Ideen, weil dann alles aus dem Bauch herauskommt und somit mit dem besten und stärksten Gefühl verbunden ist.“ Dieses Bauchgefühl war wohl auch der Motor, als er einst sein geregeltes Dasein dem des unsteten Verbalartisten opferte. Bevor er in die Rolle einer kabarettistischen Prima-Ballerina schlüpfte, begeisterte er zehn Jahre lang als Musiklehrer die Gymnasiasten.

Der ganz große Luxus

Dann aber nutzte der „Pauker“ das staatliche Geschenk eines halbjährigen Bildungsurlaubes. Er begann „viel zu schreiben“. Zudem spürte er die wunderbar inspirierende Seite des neuen Lebens und die Freiheit, Arbeitszeit und Freizeit selbst bestimmen zu dürfen. „Ich brauche und genieße diesen Luxus“, so Brustmann. So kam es, dass er nach dem Bildungsurlaub zunächst in die bayerische „Kabarett-Brettl-Welt“ eintauchte: „Mir war schon bewusst, dass ich drei bis vier Jahre Anlauf brauchen würde und dass diese Zeit durchaus zäh werden könnte. Ich war mir aber sicher, dass ich es schaffe.“ Der Erfolg stellte sich ein. Sogar das Publikum außerhalb des Weißwurstäquators liebt den trockenen Humor Josef Brustmanns: „Ein paar Passagen muss ich schon übersetzen. Dann bin ich eben ein bisschen langsamer. Aber grundsätzlich mögen alle unseren oberbayerischen Dialekt.“  Und so kommt es, dass sich alle am Talent des Kabarettisten erfreuen. Der Grundstein dafür wurde quasi in einer Art Notwehr im Kreise von acht weiteren Geschwistern gelegt. Damals bildete er seine kräftige Stimme aus und lernte sehr tragende Instrument wie die Tuba, den Kontrabass oder das Klavier. „Quasi aus Notwehr“, wie er schmunzelnd sagt.

Tipp:

Ein Portrait über Josef Brustmann wird im Bayerischen Fernsehen am 12. November im Rahmen der Reihe „Lebenslinien“ ausgestrahlt.

Das Gespräch führte Uli Kaiser im Juli 2018 im Auftrag des KULTUR+KONGRESS FORUM ALTÖTTING.

Josef Brustmann mit dem Programm Fuchstreff im Kultur+Kongress Forum Altötting

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Josef Brustmann mit dem Programm Fuchstreff im Kultur+Kongress Forum Altötting
Josef Brustmann mit dem Kabarettprogramm Fuchstreff: Nix für Hasenfüsse im Kultur+Kongress Forum Altötting

Fuchstreff: Nix für Hasenfüsse

Hier wird das Logo der Reihe Klein Kunst Kompakt im Kultur+Kongress Forum Altötting gezeigt.