Ein Dorf im Chiemgau vor schneebedeckten Alpen.

Die Meister der guten bayerischen Laune

Chiemgauer Volkstheater

Der Chiemsee mit den Alpen im Hintergrund.

Chiemgauer Volkstheater

Die Meister der guten bayerischen Laune

Die Meister der guten bayerischen Laune

Mona Freiberg und Bernd Helfrich wohnen im kleinen und sehr idyllischen Dorf Riedering nahe des Chiemsees. Sie sind das Herz des Chiemgauer Volkstheaters und das spürt der Gast auch, wenn er mit dem Ehepaar über ihre Leidenschaft spricht. „Die Menschen kommen gerne zu uns. Das Volkstheater ist ein Garant für zwei unbeschwerte und unterhaltsame Stunden“, sagen die beiden.
Die Stücke sind bunt gemischt. Das Ensemble kann auf mittlerweile 220 Geschichten zurückgreifen und ist vor allem auch durchs Fernsehen sehr bekannt geworden.

Sie sind getragen durch den bayerischen Dialekt. Es ist eine harmonische, auch für Nordlichter gut verständliche, aber nicht durch hochdeutsche Sprachpolizisten verbogene Sprache. So wird das Lebensgefühl von Oberbayern in vielen Theatern und Wohnzimmern spürbar.
„Ich finde, dass wir jetzt ein schönes Bayerisch sprechen. Die Rosenheim Cops sind ein gutes Beispiel. Wenn du in der 70er-Jahren dem Komödienstadel zugehört hast, hat es dir den Magen umgedreht“, meint Helfrich.

Das richtige Gespür

Eine weitere essentielle Basis ist der Humor. Dafür hat das Duo ein sehr gutes Gespür. Dafür stöbert das Ehepaar in sehr vielen Skripten: „Wir bekommen von unserem Verlag viele Stücke vorlegt, die wir durchforsten. Du weißt meist sofort, wie ein Witz ankommen kann“, sagen beide übereinstimmend. Bereits während sie die Texte das erste Mal lesen, spüren Helfrich und Freiberg, auf welches Ensemblemitglied welche Rolle gut passen würde. Und dennoch ist jedes Stück eine neue Herausforderung, weil „man nie genau weiß, wie das Publikum reagiert“. Gelegentlich ist es aber auch den Routiniers ein Rätsel, ob das Präsentierte nun gut angekommen ist oder nicht. Helfrich erinnert sich an eine Aufführung in den neuen Bundesländern kurz nach der Wende:

„Wir spielten in einem wunderschönen Theater bei Klingental. Bis zur Pause hatten wir wenig bis gar keine Resonanz. Danach kam aber der Kulturbeauftragte zu uns und meinte, er hätte eine so tolle Stimmung noch nie erlebt.“
Das Chiemgauer Volkstheater ist fester Bestandteil im Kulturprogramm von vielen Spielorten. Es reist mit zwei Ensembles umher und präsentiert seine Künste sogar in Frankfurt. Kurioserweise scheinen die Tore Richtung Österreich bislang noch verschlossen. Die neue Tourneerunde beginnt Ende Dezember. Derzeit üben die Schauspieler zwei neue Stücke ein.

Das Gespräch führte Uli Kaiser im Dezember 2018 im Auftrag des KULTUR+KONGRESS FORUM ALTÖTTING.

Chiemgauer Volkstheater

https://www.fernsehtheater.com/