Der Musiker Michl Müller im Altöttinger Forum an einem Tisch mit Obst, als er gerade die Stirn runzelt.

Michl Müller

Müller... nicht Shakespeare

Der Musiker Michl Müller im Altöttinger Forum als er gerade eine Idee hat.

Müller... nicht Shakespeare

Michl Müller

Der Musiker Michl Müller im Altöttinger Forum als er etwas Fragt.

Michl Müller

Der fränkische Glückspilz

Michl Müller im Forum mit dem Programm Müller... nicht Shakespeare

Michl Müller

Müller... nicht Shakespeare

Michl Müller im Forum mit dem Programm Müller... nicht Shakespeare

Müller... nicht Shakespeare

Der fränkische Glückspilz

Michl Müller im Forum mit dem Programm Müller... nicht Shakespeare

Michl Müller

Michl Müller im Forum mit dem Programm Müller... nicht Shakespeare

Der fränkische Glückspilz

Michl Müller im Forum mit dem Programm Müller... nicht Shakespeare

Müller... nicht Shakespeare

Michl Müller im Forum mit dem Programm Müller... nicht Shakespeare

Michl Müller

Der fränkische Glückspilz

„Man muss Gott für alles danken. Selbst für Franken.“ Dieser tiefe Seufzer gen Himmelvater entkommt so manchem Altbayern, wenn er die dialektische Weite seines Heimatlandes zu überblicken beginnt. Wie gut, dass es aber sehr humorvolle Ausnahmen der oben genannten oberbayerisch-humanistischen Regel gibt: Michl Müller. Der 46-jährige Kabarettist erobert seit 1998 die Bühnen Bayerns und Deutschlands.

„Damals habe ich aufgehört zu arbeiten und mich ganz darauf konzentriert“, erzählt der gelernte Werkzeugmacher. Dass der Michl derartiges Talent besitzt, kam schon früh zum Vorschein. In jungen Jahren trat er beim heimischen Faschingsclub auf. „Doch irgendwann reichten ihm die kurzen Aufritte nicht mehr: „Ich startete bereits 1997 mit meinem ersten kompletten Programm. Ein paar Jahre später gab es so viele Anfragen, dass ich diese nicht mehr nur am Wochenende spielen konnte.“

Mit offenen Augen

Michl Müller begeistert seine Fans mit Geschichten aus dem richtigen Leben. „Es ist immer besser, wenn dir die Dinge selber passieren. Dann kannst du sie mit ganz anderem Herzblut auf die Bühne bringen“, sagt der Kabarettist. Sein Programmgerüst besteht übrigens immer aus sechs oder sieben eigen komponierten Songs. Im Schnitt präsentiert Michl Müller alle zweieinhalb Jahre ein neues Programm. Selbstverständlich lebt der Franke von der Schlagkraft seiner Witze. Nicht immer führen diese allerdings direkt zum Erfolg im Zwerchfell: „Gelegentlich zünden sie nicht so. Das kann auch an meiner Präsentation liegen, manchmal aber auch an der Grundstimmung im Saal. Es kommt schon vor, dass ich manche Gags ein bisschen umbaue und dann funktionieren sie. Keinesfalls habe ich aber bemerkt, dass der Humor regional unterschiedlich ist.“ Müller geht mit seinem humoristischen Eingebungen mittlerweile gleich aufs Volk los: „Früher habe ich meine Ideen im Bekanntenkreis vorgeführt. Das habe ich aber ganz schnell wieder bleiben lassen.“ Dabei kann er sich in Grinsen nicht verkneifen.

Tagesaktuelles Leckerli

Die Basis seiner Auftritte hat der gebürtige Bad Kissinger nicht verändert. So wandelt er zwischen Arztpraxis, Dschungelcamp, Bauer sucht Frau oder Shakespeare hin und her. Das Einzige, was der Franke im Laufe seiner Karriere neu entwickelt hat, ist die verbale Eintrittskarte zu den Herzen der Zuhörer: „Ich beginne jetzt immer mit tagesaktuellen Sachen.“ Mittlerweile gastiert Michl Müller zum zweiten Mal in Altötting. Vor seiner Premiere nutzte er die Zeit und sog die besondere Atmosphäre des Kapellplatzes inklusive der bewegenden Stimmung in der Gnadenkapelle ein. Davon ist der ehemalige Ministrant auch heute noch beeindruckt. Diesmal wird ihn sein Weg direkt ins KULTUR+KONGRESS FORUM ALTÖTTING führen.

Seit mehr als 20 Jahre begeistert Michl Müller nun schon die Zuschauer mit seiner Leidenschaft. „Ich habe Glück gehabt“, resümiert er. Ein Glück, dass die Menschen auch in seinem aktuellen Programm „Müller – nicht Shakespeare“ authentisch erspüren können.

Das Gespräch führte Uli Kaiser im Juli 2018 im Auftrag des KULTUR+KONGRESS FORUM ALTÖTTING.